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Basel III und MaRisk

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Neue Regularien, Methodische Neuadjustierung und IT-Umsetzung:
Neue Anforderungen von Basel III und MaRisk

RISIKO MANAGER, Dez. 2011

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Institutsgruppenmeldung IFRS

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Die Umstellung der Institutsgruppenmeldung auf Basis IFRS ist seit Inkrafttreten der 7. KWG Novelle im Jahr 2007 für Banken mit IFRS Konzernabschluss verpflichtend. Die Ausnahmeregelung 64h Abs. 4 KWG lässt eine Übergangsfrist zur Umstellung der Institutsgruppenmeldung bis Ende 2015 zu. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Einführung der CRD IV für eine vorzeitige Umstellung der Institutsgruppenmeldung auf IFRS-Werte sorgen wird. Für Banken ergeben sich aus der Umstellung erhebliche Umstellungsaufwände, insbesondere umfassen diese

  • Anpassung des Konsolidierungskreises
  • Anpassung der Risikopositionen
  • Ermittlung der Eigenmittel auf IFRS Basis

Konsolidierungskreis der Institutsgruppenmeldung

Für die Erstellung der Institutsgruppenmeldung ist ausschließlich der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis maßgeblich, so dass eine Anpassung des handelsrechtlichen Konsolidierungskreises erfolgen muss. Generell ist der handelsrechtliche Konsolidierungskreis weitergefasst als der aufsichtsrechtliche, so dass in einem top down Verfahren Beteiligungen dekonsolidiert werden müssen. In geringerem Maße können auch Hinzukonsolidierungen relevant sein.

Ist der Konsolidierungskreis der Institutsgruppenmeldung festgelegt, hat eine Überleitung der Konsolidierungstechniken zu erfolgen. Es stehen sich Vollkonsolidierung, Quotenkonsolidierung, at Equity Bewertung und die Bewertung als Finanzinstrument (IAS 39) auf Seiten der handelsrechtlichen Konsolidierung und Vollkonsolidierung, Quotenkonsolidierung sowie Kapitalabzug auf Seiten des Aufsichtsrechts gegenüber.

Besondere Beachtung muss Beteiligungen geschenkt werden, welche at Equity bewertet werden, da im Falle der Konsolidierung eine Überleitung der Konsolidierungstechniken erfolgen muss und im Falle der Dekonsolidierung enthaltene Differenzbeträge zwischen fortgeführtem Buchwert und den Anschaffungskosten beachtet werden müssen (§7 KonÜV). 

Risikopositionen

Die Behandlung der Risikopositionen ist für Banken eine der größten Herausforderungen bei der Umstellung der Institutsgruppenmeldung. Es muss davon ausgegangen werden, dass viele IFRS Einzelgeschäftsdaten von Beteiligungen im Meldewesen nicht verfügbar sind. Dies hat zur Folge, dass ein aufwändiges bottom up Verfahren zur Anwendung kommt. Insbesondere muss bei Adressausfallrisiken auf divergierende Regelungen hinsichtlich der Bilanzansatzfähigkeit von Risikoaktiva, die Behandlung von Agien und Effekte aus Hedge Accounting geachtet werden. Ebenfalls ist die unterschiedliche Bewertung von Einzelwertberichtigungen im Handels- und Aufsichtsrecht zu berücksichtigen.

Ermittlung der Eigenmittel und Prudential Filters

Prudential Filters und unterschiedliche Bewertungsprinzipien des Aufsichts- und Handelsrechts bedingen, dass nicht alle handelsrechtlichen Eigenkapitalbestandteile anerkannt werden können. Zum einen muss die unterschiedliche Bewertung von Gewinnrücklagen betrachtet werden, zum anderen kann der Bilanzgewinn Bestandteile beinhalten, die gemäß KWG nicht als Kernkapital anerkannt werden dürfen. So zum Beispiel erfolgswirksam erfasste Bewertungsgewinne, welche die fortgeführten Anschaffungskosten der Bilanzaktiva überschreiten. Zusätzlich müssen Prudential Filters (§2-6 KonÜV) angesetzt werden, welche von der CEBS (Comittee of European Banking Supervisors) und dem Baseler Ausschuss zum Zwecke der internationalen Vergleichbarkeit und der Stabilisierung der Eigenmittel erdacht wurden.

Ausblick zur Institutsgruppenmeldung auf Basis IFRS

Die Umstellung der Institutsgruppenmeldung ist neben den Großprojekten Basel III/CRD IV und IFRS 9 eines der bedeutendsten Themen mit denen sich Banken in den nächsten Jahren auseinandersetzen müssen. Zusätzlich wird die Einführung der Institutsgruppenmeldung auf Basis IFRS die Volatilität der Eigenmittel erhöhen, was entsprechende Auswirkungen auf die Geschäftspolitik der Banken haben wird.

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Die Institutsgruppenmeldung auf Basis IFRS stellt weitreichende Ansprüche an die Verfügbarkeit von Daten im Meldewesen - informieren Sie sich in diesem Zusammenhang auch über unsere Lösung zur Optimierung von Datenflüssen.

Pressebericht Risiko Manager_2011 - Basel III und MaRisk

In unserem Fachbericht bieten wir Ihnen einen umfassenden Überblick zum Thema "Neue Anforderungen von Basel III und MaRisk -
Neue Regularien, Methodische Neuadjustierung und IT-Umsetzung"
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